Internationale
Chorbiennale
Aachen

Ein Blick hinter die Kulissen des internationalen Chorfestivals in Aachen II

Interview mit Stadtdirektor Wolfgang Rombey

Liebe Chormusik-Begeisterte! Mein Name ist Anjelika Krivonos. Anlässlich der 3. Internationalen Chorbiennale interviewte ich den Kulturdezernenten der Stadt Aachen und möchte Euch unbedingt davon berichten.

Das Aachener Chorfest hat noch eine junge Tradition, jedoch einen prominenten „Großvater“. Als Initiator der Internationalen Chorbiennale ermöglichte mir der Kulturdezernent im Interview die Einblicke in die organisatorischen Hintergründe der Chorbiennale, die einem Außenstehenden sonst verborgen bleiben. Auch an seinem persönlichen Empfinden und Vorhaben hinsichtlich der Veranstaltung ließ mich Wolfgang Rombey teilhaben.   

Die Geburtsstunde des Festivals

Zum dritten Mal lädt Aachen im Sommer 2013 zu der Internationalen Chorbiennale. Etwa ein Dutzend einzigartiger Chöre und Orchester aus unterschiedlichsten Ecken der Erde werden sich wieder mit ihrer emotionalen Chormusik in die Herzen des begeisterten Publikums hinein singen. Darunter auch Carmina Mundi, ein Chor aus Aachen, der 2008 Sieger des Deutschen Chorwettbewerbs wurde.  Hinter der Kulisse dieses kulturhistorischen Ereignisses wurde die Idee geboren, der Chormusik in Aachen internationale Aufmerksamkeit teil werden zu lassen. Im Triumvirat mit dem Chorleiter Harald Nickoll und dem damaligen Generalmusikdirektor Marcus Bosch wurde von dem Kulturdezernenten Wolfgang Rombey die Internationale Chorbiennale ins Leben gerufen.

Auch ein Fest internationalen Maßstabes hat seine Schwierigkeiten

Die neugeborene Idee, ein Singwettbewerb in Aachen zu organisieren, erntete bei den anderen Chören ebenfalls enthusiastische Zustimmung. Doch als größte Herausforderung stellte sich die Finanzierungsromanze heraus. Für die Realisierung des Projektes mussten Zuschussgeber und Sponsoren gewonnen werden. Dank den Subventionen und der Finanzierung durch Stiftungen, Firmen- und Privat-Sponsoring wurde der Etat in Höhe von 150.000—Euro aufgebracht. Bedauerlicherweise war das Problem der Finanzierung auch dieses Jahr präsent. Mit einem finanziellen Engagement würde man den Organisatoren unter die Arme greifen.

Die Aachener Biennale ist eine emotionale Angelegenheit

Als ein langjähriges Mitglied eines Schulchors weiß ich, wie wichtig es ist, Gefühle und Emotionen, die man selber beim Singen verspürt, zu vermitteln und das Publikum für sich zu gewinnen. Seinen emotionalsten Augenblick beim Chorgesang erlebte Herr Stadtdirektor 2009, als die Internationale Chorbiennale ihre Premiere feierte. Mit Begeisterung erinnerte sich Wolfgang Rombey im Interview an die Konzert-Highlights der „Langen Chornacht“ und an das Abschiedslied auf dem Marktplatz („Der Mond ist aufgegangen“), die in die Geschichte der Aachener Veranstaltung eingingen. Die zur Tradition gewordenen „Lange Chornacht“ und „Farewell“ stehen auch 2013 auf dem Programm. Vermutlich werden die Farewell-Momente aus dem Singsommer 2013 für den Kulturdezernenten unserer Stadt mit besonderen persönlichen Emotionen in Verbindung stehen, denn es wird auch sein Abschied aus dem Amt sein.

Die Favoritenkonzerte

Das kommende Singfest lockt mit seinem recht vielfältigen Programm, das selbst bei den musikfernen Menschen und den Menschen mit einem exotischen Musikgeschmack Anklang findet. In ihrer kurzen Geschichte erreichte die Chorbiennale die weit entfernten Kontinente unseres Planeten und wurde mittlerweile zu einem Chorfestival mit weltweiter Beachtung. So bringen die Vokalensembles aus Südamerika, Asien und hohen Norden ihre Gesangskünste zu uns. Die Konzerte der Gastchöre stehen auch beim Stadtdirektor Rombey ganz oben auf der Favoritenliste. Dabei freut sich der „Großvater“ auf ein kontrastreiches Programm der traditionellen deutschen Chormusik und der Interpretationen der ausländischen Chorkultur.

Eine grenzübergreifende Perspektive

Die geografische Lage Aachens ist beneidenswert. Die Stadt liegt an der Dreiländergrenze von Deutschland, Belgien und den Niederlanden, was ein großes Potenzial im Hinblick auf die Erweiterung des Festivals in sich trägt. Die Stadt Maastricht und mit ihr die gesamte Euregio Maas Rhein bewirbt sich um die Ehre, Kulturhauptstadt Europas 2018 zu werden. In Anbetracht dieser Perspektive kann die Chorbiennale bald weit über die Grenzen der Kaiserstadt stattfinden und ihre Chorkultur mit Konzerten in Maastricht, Lüttich und Eupen präsentieren. Wenn dieses Vorhaben in Erfüllung geht, wird die in Aachen geborene Chorveranstaltung ein weiteres Kapitel im Buch der Kulturgeschichte Europas schreiben. Als Aachener kann man nur Stolz empfinden, ein Teil dieser Geschichte zu sein!

Anjelika Krivonos

Anjelika Krivonos, ehemalige Praktikantin beim Aachener Kulturmarketing, untersucht derzeit in ihrer Magisterarbeit textbasierte SEO-Strategien und Benutzerfreundlichkeit im Web und hat sich als Untersuchungsgegenstand die Webseiten der Chorbiennale vorgenommen. In diesem Beitrag konnten Sie selber sehen, wie ein Beitrag (Interview mit Kulturdezernenten Stadtdirektor Wolfgang Rombey) hinsichtlich der SEO-Strategien textbasiert optimiert werden kann (den ursprünglichen Beitrag in Interviewform können Sie weiter unten lesen und vergleichen).

 

So, 14.04. um 13:00 Uhr

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